Rohrdommelschutz

Am Dümmer wurden bis in die 1950er Jahre bis zu 20 Rohrdommeln nachgewiesen. Durch den massiven Rückgang der Schilfbestände und den Verlust des zur Nahrungssuche benötigten wasserdurchfluteten Schilfs, gingen die Bestände stetig zurück. Heute kommt die Rohrdommel als Brutvogel nicht mehr am Dümmer vor. Lediglich im Winter halten sich durchziehende Rohrdommeln, teilweise auch für längere Zeit, am Dümmer auf.

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Zur Wiederherstellung von Sommer- und Winterlebensräumen der Rohrdommel führen die drei Naturschutz-Kooperationspartner NLWKN, Naturschutzring Dümmer e.V. und NUVD e.V. verschiedene
Maßnahmen durch.

Die NUVD schafft durch die Abflachung von Gewässerrändern am See und angrenzenden Gewässern durchflutete Schilfbestände, die die Rohrdommel zur Brut und Nahrungssuche nutzt. Durch die Anlage neuer Gewässer mit Schilfbewuchs soll die Nahrungssituation weiter verbessert werden. Auch die Wasserstände in den Bereichen, in denen der Schwerpunkt der Schutzbemühungen auf der Rohrdommel liegt, sollen künftig den Ansprüchen der Art angepasst werden. Umsetzungsorte für Maßnahmen sind die Südbucht des Dümmers und das Naturschutzgebiet Hohe Sieben.